Rückenschmerzen: Was hilft wirklich?


Oft nur kurzfristige Linderung
Rückenschmerzen: Was hilft wirklich?
mauritius images / Westend61 / Manu Reyes

Ob Akupunktur, Massagen oder Bewegung - es gibt viele Strategien, die Rückenschmerzen lindern. Aber leider halten viele Effekte scheinbar nur kurzfristig an.

Viele Behandlungsoptionen

15 Prozent der deutschen Bevölkerung leiden unter chronischen Rückenschmerzen. Neben den individuellen Einschränkungen haben Rückenschmerzen deshalb auch wirtschaftlich eine große Bedeutung: Sie sind einer der häufigsten Gründe für Arbeitsunfähigkeit und Frühverrentung. Dabei ist das Therapieangebot gegen Rückenschmerzen groß. Dies umfasst viele konventionelle Maßnahmen wie Akupunktur, Elektrotherapie, Bewegungstherapie, manuelle Therapie oder Massage – und sogar Operationen.

Aktiv und passiv gleich wirksam

Positiv ist, dass all diese Behandlungsformen die Schmerzen tatsächlich etwas lindern können. Eine neue Studie mit über 71 000 Teilnehmenden zeigte allerdings: Die Effekte halten im Schnitt nur 10 bis 12 Wochen an. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Behandlungen passiv waren oder wie bei der Bewegungstherapie mit aktiver Mitwirkung der Patient*innen. 

Gesundheitscoaching als Alternative

Doch was können Betroffene tun, damit die Rückenschmerzen auch längerfristig verschwinden? Studienleiter Daniel Belavy von der Hochschule Bochum hält einen Wechsel in der Behandlungsstrategie für nötig: „Aus diesem Grund brauchen wir Ansätze, die Patient*innen mit anhaltenden Rückenschmerzen dabei helfen, sich selbst besser zu helfen – zum Beispiel durch Gesundheitscoaching.“ 

Verhaltensänderung statt kurzfristiger Therapie

Konkret bedeutet das: Rückenschmerzen haben meist unterschiedliche Ursachen. Und diese gilt es langfristig abzustellen. In diesem Sinne ginge es dann weniger um kurze Behandlungszyklen, sondern eher um Selbstmanagement, Lebensstil- und Verhaltensänderungen sowie eine kontinuierliche Begleitung. Noch ist aber nicht klar, ob Belavy mit seiner Annahme Recht hat. Denn noch fehlen große, aussagekräftige Studien, die das bestätigen.

Quellen:Hochschule Bochum, Amboss

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