Soja bei Brustkrebs - Risiko oder Schutz


Die Rolle der Phytoöstrogene
Soja bei Brustkrebs - Risiko oder Schutz

Mal verteufelt, mal gelobt: Über die Rolle von Soja bei der Entstehung von Brustkrebs wird immer wieder diskutiert. Doch welche Effekte sind bewiesen?

Wirkung durch Phytoöstrogene

Sojaprodukte erfreuen sich auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit. In der Diskussion ist aber, wie sich die Hülsenfrucht – und im Speziellen die darin enthaltenen Isoflavone – auf die Gesundheit auswirken. Isoflavone gehören zur großen Gruppe der Phytoöstrogene, also pflanzlichen Stoffen, die in ihrer Struktur den Östrogenen ähneln. Deswegen haben sie die Fähigkeit, mit dem „echten“ Sexualhormon Östrogen zu interagieren. Östrogene fördern zum Beispiel das Wachstum der Brust in der Pubertät oder der Schwangerschaft. Allerdings stimulieren die Hormone auch unkontrolliertes Zellwachstum – Brustkrebs entsteht. Phytoöstrogene sind wegen ihrer Struktur wahrscheinlich in der Lage, in diesen Prozess einzugreifen.

Vielversprechende Forschungsergebnisse

Doch schützt Soja nun vor Brustkrebs oder fördert es sogar dessen Entstehung? Viele langjährige Studien kommen zu dem Schluss, dass Frauen mit einem hohen Sojakonsum seltener Brustkrebs bekommen. Sogar ein Rezidiv - also das Wiederauftreten des Tumors – wird verhindert. Allerdings wurde dieser Zusammenhang nur beobachtet, nicht aber bewiesen. Und auch nicht alle Wissenschaftler*innen konnten diesen Effekt zeigen. Einig sind sich die Forscher*innen aber in einem anderen Punkt: Erhöht wird das Brustkrebsrisiko durch Soja nicht.

Einzelfallbetrachtung notwendig

Doch warum unterscheiden sich die Studienergebnisse so sehr? Ein Grund ist möglicherweise die Herkunft der Probandinnen. Der schützende Effekt vor Brustkrebs ist nur bei Frauen asiatischer Herkunft zu beobachten - bei Frauen aus Europa oder Amerika jedoch nicht. Gründe dafür sind wahrscheinlich der geringe Soja-Verzehr und Unterschiede in der Darmflora. Frauen, die bereits in ihrer Kindheit viel Soja gegessen haben, profitieren eher von den Isoflavonen.

Auch wenn der Effekt für Frauen aus westlichen Ländern noch nicht bewiesen ist, empfehlen einige Wissenschaftler*innen die Aufnahme von 1-2 Portionen Soja pro Tag. Das sind zum Beispiel 80 g Tofu und 120 ml Sojamilch pro Tag. Fermentierte Produkte wie Tofu oder Natto verbessern die Aufnahme im Darm. Doch Vorsicht bei Säuglingen: Sie sollten eher keine Isoflavone aufnehmen. Kinderärzt*innen haben den Verdacht, dass zu viel Soja die Entwicklung der Kinder stört.

Quellen: Ernährungsumschau; Kinderärzte im Netz; AICR

News

Hitze bedroht Gehirn und Nerven
Hitze bedroht Gehirn und Nerven

Von Schlaganfall bis Delir

Sommerliche Wärme wird von vielen Menschen als angenehm empfunden. Doch anhaltende Hitze und tropische Nächte können ernsthafte gesundheitliche Folgen haben – insbesondere für das Gehirn.   mehr

Wie viel Schreien ist normal?
Wie viel Schreien ist normal?

Quälende Säuglingskoliken

Viele Eltern kennen die Situation: Das Baby ist satt, frisch gewickelt und gesund – und schreit trotzdem über Stunden. Gerade in den ersten Lebensmonaten können sogenannte Säuglingskoliken Familien an ihre Belastungsgrenzen bringen. Was ist normal und wann muss das Schreien abgeklärt werden?   mehr

Augentropfen: 10 häufige Fehler
Eine Frau gibt Augentropfen ins Auge sein - sie versucht dabei, das Auge nicht zu berühren, um eine Verkeimung zu verhindern.

Was schief gehen kann

Ob bei einer Bindehautentzündung, Verletzungen des Auges oder einem hohen Augendruck: Augentropfen werden in vielen Fällen verordnet. Bei der Anwendung sollte man aber einige Fehlerquellen vermeiden.   mehr

Hilfe fürs Arthroseknie
Hilfe fürs Arthroseknie

Schmerzgele und -pflaster

Kniearthrose ist schmerzhaft – doch nicht immer ist der Griff zur Tablette nötig. Denn schmerzende Kniegelenke lassen sich auch von außen effektiv behandeln. Und zwar mit Schmerzpflastern und Schmerzgelen.   mehr

Unterleibsschmerzen bei Frauen
Unterleibsschmerzen bei Frauen

Viele Ursachen behandelbar

Viele Frauen leiden regelmäßig an Schmerzen im Unterleib – zum Beispiel in Zusammenhang mit der Menstruation. Viele Frauen akzeptieren die Beschwerden, weil sie glauben, dass sich dagegen nichts tun lässt. Doch viele Ursachen sind gut behandelbar.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Albertus Magnus Apotheke
Inhaberin Marzena Osiecka-Ruyange
Telefon 0221/31 62 97
Fax 0221/3 10 37 90
E-Mail info@albertusmagnusapo.de