Rechtzeitig an Impfschutz denken


Krankheiten bei Fernreisen vorbeugen
Rechtzeitig an Impfschutz denken

Reiselustige sollten sich gerade bei exotischen Reisezielen rechtzeitig über einen ausreichenden Impfschutz informieren. Welche Impfungen Sie auf jeden Fall brauchen.

Besonders häufig empfiehlt sich für Fernreisende eine Hepatitis-A-Impfung. Die hoch ansteckende Krankheit ist in Asien, Afrika sowie Zentral- und Südamerika weit verbreitet und wird vor allem durch verunreinigtes Wasser, Rohkost oder Meeresfrüchte übertragen. In tropischen Gebieten Afrikas und Amerikas lohnt sich eine Gelbfieber-Impfung. Die Gelbfieber-Symptome ähneln zunächst einer Grippe, in schweren Verläufen kann es auch zu inneren Blutungen kommen. Für Reisen in tropischen Gebieten ist ebenfalls eine Typhus-Impfung ratsam. Die Erkrankung äußert sich in Übelkeit, Fieber und in schweren Fällen einer Hirnhautentzündung.

Impfung gegen Tollwut lohnt sich in Asien und Afrika

In asiatischen Ländern wie Indien, Nepal und Afghanistan sowie Teilen Afrikas ist eine Tollwut-Impfung sinnvoll. „Kommt es zu einer Übertragung des Tollwut-Virus durch ein infiziertes Tier, beispielsweise durch einen Biss, ist die Krankheit für Ungeimpfte zu 100 Prozent tödlich“, weiß die Apothekerin Heidi Günther. „Die Impfung bietet einen guten Schutz, muss aber im Akutfall am ersten und dritten Tag wiederholt werden.“

In Ost- und Südostasien beheimatet ist die durch Mücken übertragene Japanische Enzephalitis, die teilweise mit schweren Komplikationen bis hin zum Tod verläuft. Auch gegen diese Erkrankung gibt es eine Impfung.

Impfungen gegen einheimische Krankheiten auffrischen

Neben Reiseimpfungen gegen exotische Krankheiten lohnt es sich auch, den Impfstatus gegen Krankheiten zu prüfen, die hierzulande beheimatet sind. Dazu zählen Tetanus, Diphtherie, Pertussis und Polio. „Die Impfungen gegen Diphterie und Tetanus beispielsweise sollten alle zehn Jahre aufgefrischt werden, denn beide Erkrankungen können lebensgefährlich sein. Die Kosten werden durch die Krankenkasse auch für Erwachsene übernommen“, erklärt Günther.

Quelle: Barmer GEK

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